Der SSV Forst Brixen hat zum Start in die Rückrunde zwar mehr Tore kassiert als gegen Bozen, aber dennoch den achten Saisonsieg geschafft.Gegen Bologna feierten die Eisacktaler vor einer tollen Kulisse (800 Zuschauer) den erwarteten
und erhofften Heimsieg. Die drei Punkte beim 35:29 (17:14) wurde aber erst im Finish fixiert.
„Wir haben heute italienischg ewonnen“, spielte Trainer Hubert Nössing auf die vielen Tore über die Flügel und den Kreis an. Dabei spielte sich am Samstag
Abend ein Trio in den Vordergrund, das selten die Torschüzenliste anführt. Kreisläufer Andreas Kammerer (nur ein Fehlwurf)und Linksaußen Holger Kovacs (zwei Fehlwürfe) trafen je achtmal. Sieben Treffer steuerte Rechtsaußen Martin Sonnerer bei. Das Nesthäkchen im Team ist erst 19, aber er war „Mister Cool“
schlechthin und erzielte die wichtigen Tore zum 28:25 (50.)und 29:26 (53.), als Bologna nach einem Fünf-Tore-Rückstand (25:20 durch Sonnerer/42.) wieder
gefährlich nahe heran gekommen war. Im Finish trat auch Mirko Nikolic Kajic in Erscheinung. Auf seine Art machte er das 31:27 (55.) und das 32:28 (56.). Bis dahin war es nicht das Spiel des Slowenen gewesen. Den Rest besorgte Kovacs mit zwei Gegenstößen zum34:28 (57.).
Bologna hatte sich lange Zeit gut gehalten und stark verbessert gezeigt im Vergleich zum Hinspiel, das Brixen 36:28 gewonnen hatte. Vor allem Marcello Montalto hatte die Gäste mit seinen „Granaten“ im Spiel gehalten. „Er ist 35, aber noch immer ein Klassespieler“, schwärmte Brixens Coach Michl Niederwieser.
„Wir haben zuletzt viel im Angriff trainiert. Das war heute zu sehen“, so Niederwieser weiter. „Andi Salcher hat die Mannschaft sehr gut gelenkt“.
Und wenn Brixen vorne trotz der 25 Fehlwürfe (auch ein Verdienst von Bologna-Torhüter Juan Bar) fast nach Belieben traf, war Nössing mit seiner Hintermannschaft nicht zufrieden. „Die Abstimmung in der Deckung hat gefehlt, vorne haben wir viele Hundertprozentige ausgelassen,auch wenn wir ihre 3-2-1 sehr gut angegriffen haben“. Aber er stimmt Niederwieser zu: „Wenn wir am Freitag in Fasano eine Chance haben wollen, müssen wir in der Abwehr besser spielen“. Armin Michaeler parierte zwar die ersten vier Bälle, doch er kam
erst nach der Pause auf sein gewohntes Niveau. Bologna hatte zu Beginn zweimal
geführt (5:4 und 6:5) und das obwohl Torjäger Miodrag Kazic wegen einer Unterschenkelblessur nur zum Siebenmeterwerfen aufs Feld kam.
Nach dem 8:8 (16.) zog Brixen auf 11:8 und dank des unwiderstehlichen
Kammerer auf 17:13 davon. „Es war der berühmte Arbeitssieg“, atmete Niederwieser
ob des geglückten Einstandes 2012 auf. Schon am Donnerstagge ht es nach Apulien. Brixen hofft dann auch wieder auf Tore von Aljosa Stefanic, der gegen
Bologna nur auf der Bank saß.-
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