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20.01.2012
Sieg gegen Bozen war der Höhepunkt
BRIXEN (sp). Sie sind ein eingespieltes Team. Seit Jahren.
Früher haben sie den SSV Forst Brixen auf demS pielfeld zum Erfolg geführt, jetzt agieren sie von der Bank aus. Hubert Nössing (43) und Michl Niederwieser (46). Im „Dolomiten-Interview“ blickt das einzige Trainer-Gespann der Eliteliga auf die Hinrunde zurück und schaut nach vorne.
„Dolomiten“:Wie fällt ihre Halbzeitbilanz aus?
Hubert Nössing: „Ich bin mehr als zufrieden. Wir haben 21 Punkte. Sicher hätten wir auch gegen Ancona oder Triest gewinnen können, aber dann hätten wir
vielleicht in Teramo und gegen Bozen verloren. Im Handball gibt es Überraschungen.Wir sind keine Computer. Wenn wir mit Herz spielen, können wir alles erreichen“.
Michael Niederwieser: „Wir sind Fünfter und waren bis auf das Teramo-Spiel nie komplett. Bei unserem kleinen Kader wiegen Ausfälle schwer. Und bei den Niederlagen haben wir zu viele technische Fehler und Fehlwürfe gehabt“.
„Dolomiten“:“:Wie schaut es vor dem ersten Spiel 2012 aus?
Nössing: „Aljosa Stefanic hat zwar mittrainiert, aber es wird sich erst am Freitag entscheiden,ob er gegen Bologna dabei ist. Nikolic Kajic hatte leichte
Schulterprobleme, aber sonst haben wir die Pause gut herumgebracht“.
Niederwieser: „Die beiden Ausländer sind angeschlagen, aber Nikolic Kajic muss spielen. Unsere Spieler haben sich weiter entwickelt. Ivan Stuffer hat es in
die italienische Auswahl geschafft,auch Michael Ranalter hat gute Spiele gezeigt“.
„Dolomiten“:Was erwarten Sie von der Rückrunde?
Nössing: Vom Programm her ist sie schwieriger, weil wir sechs Auswärtsspiele haben. Wir wollen jetzt gegen Bologna am Samstag mit allen Mitteln gewinnen. Wir sind auf einem sehr guten Weg in das Play-off. Erst wenn wir fix im Play-off
sind, schauen wir nach vorne“.
Niederwieser: „Auch ich denkevon Spiel zu Spiel. Es kommt auch darauf an, ob wir von Verletzungen verschont bleiben.
Spielerisch müssten wir eigentlich besser werden. Auf jeden Fall wollen wir mehr Konstanz in unser Spiel bringen“.
„Dolomiten“: Spitzenreiter Bozen geschlagen und in Ancona verloren. Wie passt das zusammen?
Nössing: „In Ancona waren wir mental müde. Das hat mit vielen Umständen zu tun. Wir haben eine junge Mannschaft, da sind Höhen und Tiefen vor programmiert.
Ausrutscher sind überall möglich, wenn man nicht alles gibt. Mit 130 Prozent ist aber auch Bozen zu schlagen. Das haben wir gezeigt“.
Niederwieser: „In Ancona hat Felix Sader gefehlt. Manuel Dejakum war verletzt. Aber Ancona haben wir längst vergessen.Wir haben in der Hinrunde gesehen,
dass wir jeden schlagen können. Aber auch gegen alle verlieren“.
„Dolomiten“:Wasmuss passieren, dass es eine gute Saison wird für den SSV Brixen?
Nössing: „Ich hoffe, dass wir von Verletzungen verschont bleiben. Das ist mein Wunsch. Wichtig ist es, ins Play-off zu kommen. Wenn wir dieses Ziel erreicht haben, schauen wir weiter“.
Niederwieser: „Es ist schon eine gute Saison. Nach den drei Niederlagen in Serie im November hätten wir weiter verlieren können. Da hat sich die Mannschaft
gefangen. Konditionell müssen wir niemanden fürchten. Ziel ist und bleibt ein Platz in den Top Acht. Aber wir brauchen die Euphorie und die Unterstützung
unserer Fans
Fragen: Stefan Peer
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