Der SSV Forst Brixen hat Nociam Nikolausabend geknackt und steht nach dem 27:24
(15:13) allein auf Platz vier in der Handball-Eliteliga. Im Nachtragspiel der neunten Runde sahen die Fans „ihre“ Mannschaft wieder so, wie sie sie kennen und lieben. Selbst den Ausfall von Aljosa Stefanic steckten die Gastgeber weg. Der Slowene zog sich Ende der ersten Halbzeit einen Seitenbandriss im linken Daumen zu und wird vorWeihnachten kein Spiel mehr bestreiten.
Brixen warf nach dem Seitenwechsel seinen ganzen Kampfgeist und alle Einsatzbereitschaft in die Waagschale. Fehler gehören dazu, aber Brixen wurde mit dem ersten Heimsieg seit dem 22. Oktober belohnt. „Wir müssen knallhart um den Einzug ins Play-off kämpfen und haben heute mit nur einem Legionär gespielt. Wenn ich mir Noci ansehe, bin ich stolz auf unsere Jungs“, meinte Trainer Hubert Nössing.
Und auch Kollege Michl Niederwieser war nach dem Erfolg über die Legionärstruppe aus Apulien begeistert: „Das war ein Riesenspiel aller einheimischen Spieler“. Zwei Akteure stachen aus dem Kollektiv dennoch hervor:Mirko Nikolic Kajic und ArminMichaeler. Der slowenische Torjäger
hatte erst nach zehn Minuten kapiert, dass er eigentlich dazu da ist, Tore zu werfen. Nach dem ersten Treffer zum 5:4 (9). war der 27-Jährige kaum noch zu
halten und zeigte, dass seine Würfe zu den härtesten und platziertesten
der Liga gehören.Und da war auch noch Armin Michaeler. Ruhig und besonnen,
wie es seine Art ist, parierte er in seinem 251. Spiel für Brixen 19 Bälle und gab seiner Deckun die nötige Sicherheit, in der „Ivan Stuffer immer wieder der
Antreiber war, auch wenn er zum Schluss müde war“ (Nössing).
Nach dem Stefanic-Ausfall mussteManuelDejakumbei seinem Heim-Comeback nach zwei
Monaten auch im Angriff aushelfen. Ihm fehlt noch die Spritzigkeit, dafür wirbelte Felix Sader. Und Andreas Salcher, der zuvor nur selten die Initiative ergriffen hatte, machte im Finish das 25:22 (56.) und das 27:24 60.). Zuvor hatte Nikolic Kajic mit einem herrlichen Treffer zum26:23 (58.) Noci auf Distanz
gehalten. Die Gäste waren nach dem 21:17 (44.) nur einmal auf ein Tor (22:21/52.) heran gekommen. Vor allem Alejo Carrara (37) steckte das Europacupspiel am Samstag in Rumänien in den Knochen. Brixen kann durchatmen.
Ohne Stefanic erwartet am Samstag in Conversano und gegen Bozen keiner Punkte.
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