Ivan Stuffer: „Hätte mir Einberufung nie erträumen lassen“
Brixner Krafpaket: 1,94 Meter groß, 100 Kilogramm schwer (Foto: Dejaco)
Seit kurzem sind sie offiziell, die Einberufungen, für die beiden WM-Quali-Spiele gegen die Schweiz. Mit Ivan Stuffer ist ein Handballer im Boot, der vor fünf Jahren noch gar nicht Handball gespielt hat.
Der 25-jährige Brixner ist der lebende Beweis, dass man im Sport mit Einsatz, Fleiß und Disziplin viel erreichen kann. Ivan Stuffer wurde von Chioncio gerade wegen seiner Kämpferqualitäten einberufen. „Er hat sich aufgrund seiner Defensivqualitäten eine Chance verdient“, wird Nationaltrainer Franco Chionchio in den Dolomiten zitiert .
Dabei hat Stuffer erst vor fünf Saisonen mit dem Handball begonnen. Es war die Zeit, in der der SSV Forst Brixen in der dritten Liga von Vorne begann. Stuffer, den der Handball zwar immer begeisterte, aber nie aktiv ausübte, kam im Sommer 2007 spontan zum Handballtraining, um „athletisch fit zu bleiben und die Freude am Sport zu leben, die mich seit jeher auszeichnet“, wie er selbst sagt.
Seine Trainer Hubert Nössing und Michael Niederwieser formten den Spätberufenen in den vergangenen fünf Saisonen zu einem wahren Defensivspezialisten. Stuffers Härte ist von seinen Gegner gefürchtet, oft eilt ihm der Ruf des „bad boy“ voraus. Legendär sind hingegen seine Anfeuerungsrufe, mit denen er nicht nur seine Mitspieler antreibt, sondern auch das Brixner Publikum ein ums andere mal anstachelt.
„Als ich vor fünf Saisonen mit dem Handball begann, da hätte ich mir nie gedacht, dass ich es einmal in die Nationalmannschaft schaffen kann. Ich habe gar nicht gewagt, daran zu denken. Dafür ist jetzt die Freude umso größer“, sagt das 1,94 Meter große und 100 Kilogramm schwere Kraftpaket.
Prognosen für die beiden Länderspiele gegen die Eidgenossen will der Brixner keine abgeben. „Ich bin aber schon sehr gespannt, wie das Training ablaufen wird. Und wie es sein wird, mit komplett neuen Mannschaftskollegen zusammenzuspielen. Bisher habe ich fast immer mit denselben Leuten zusammengespielt“, sagt Stuffer.
kommentieren