Der SSV Forst Brixen hat das "kleine" Derby in der Serie A-2 beim SC Algund/Icefantasy klar mit 31:23 (13:9) gewonnen und Platz eins gehalten. Die Eisacktaler haben das Spiel kontrolliert, aber erst zum Schluss dominiert.
Bis zur 51. Minute hatten die körperlich unterlegenen Gastgeber sehr gut mitgehalten. Ein herrlicher Gewaltwurf von Markus Oberrauch unter Zeitspiel ins Kreuzeck zum 20:25 (52.) brach den Widerstand der Algunder, die danach konditionell stark abbauten.
Trainerfuchs Karlheinz Zöschg hatte sogar Armin Marsoner (35) reaktiviert, um im Rückraum und in der Deckung gegen die körperlich überlegenen Gäste irgendwie mithalten zu können. Außer "Wirbelwind" Martin Carli (8) erzielte Algunds Rückraum allerdings kein einziges Tor, scheiterte immer wieder an der guten Brixner Deckung oder am glänzend disponierten Armin Michaeler. Der für viele beste Torhüter in Italien parierte sagenhafte 25 Bälle - weil Algund mit seinem schnellen Spiel aus allen Lagen werfen (musste).
Brixen bestimmte das Spiel, aber die nach dem 3:9 (18.) befürchtete "Hinrichtung" wie im ersten Heimspiel gegen Venezia gab es für Algund nicht, weil sich auch die übermotivierten Brixner im Angriff zu viele Fehler erlaubten, zu hastig abschlossen und im Spielaufbau immer wieder Bälle verloren.
Die Enttäuschung des Derbys heißt Andreas Salcher. Nach zwei Toren zum 3:1 war vom talentiertesten Brixner nichts mehr zu sehen, er verschwand in der Versenkung. Dafür glänzte Rechtsaußen Roland Giuliani als bester Werfer, auch wenn er nach seinem siebten To zum 12:19 (39.) schon zu Beginn der zweiten Hälfte mit Krämpfen zu kämpfen hatte.